Fünf Wehren feiern gemeinsam

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Fünf Wehren feiern gemeinsam

      sh:z/Flensburger Tageblatt, 07.09.2015, Text/Foto: Ralf Michael Weiner


      Kreisbrandmeister Mark Rücker (links) und Landrat Wolfgang Buschmann (rechts) mit den Wehrführern.


      125-Jahr-Jubiläum mit Feuerwehrleuten aus sechs Orten / Löschzugkonzept im Amt sorgt für ausreichend Personal im Ernstfall

      SCHAFFLUND Als Helfer in der Not und wichtige Kulturträger in ihren Orten würdigte Landrat Wolfgang Buschmann die 166 Mitglieder von fünf Feuerwehren, die gemeinsam das 125- jährge Bestehen feiern konnten. Einsatzkräften aus Hörup, Medelby-Holt, Osterby, Wallsbüll und Meyn gratulierte er in der Mehrzweckhalle der Schafflunder Gemeinschaftsschule. Buschmann verlieh den Wehrführern eine Urkunde von Ministerpräsident Torsten Albig sowie des Kreises.

      Amtsvorsteherin Gudrun Carstensen betonte anlässlich des Jubiläums, dass der gefundene Kompromiss der Wehren im Amt bei der Fahrzeugbeschaffung eine zeitgemäße Ausstattung ermögliche. Auch sie dankte den Feuerwehrleuten und deren Familien für ihren Einsatz und die in Kauf genommenen Entbehrungen. Gerade habe ein Großfeuer in ihrer Gemeinde den Einsatz von 16 Wehren nicht nur aus dem Amtsgebiet notwendig gemacht.

      Kreiswehrführer Mark Rücker blickte in seiner Ansprache auf die letzten 125 Jahre im Feuerwehrwesen zurück. Dabei erinnerte er an die stetige Weiterentwicklung der Löschtechnik und die Vielzahl der Aufgaben, die die Feuerwehren 365 Tage im Jahr übernehmen. Amtswehrführer Hans-Peter Petersen hielt seine Festrede auf Plattdeutsch. Er bedankte sich bei den politischen Gremien, dass mit den angelaufenen Beschaffungen nahezu alle Wehren im Amt wasserführende Fahrzeuge erhalten werden.

      Meyns Wehrführer Reiner Hübel blickte auf die Gründerzeit der Wehren, in der einige schwere Brandkatastrophen die Dörfer heimgesucht hätten. Die anfängliche schlechte Ausstattung sei im Laufe der Jahre stetig modernisiert worden und heute auf einem guten Stand. Dafür sei durch den wirtschaftlichen Strukturwandel in den Dörfern die Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften schlechter geworden. Mit dem Löschzugkonzept, bei dem in der Regel vier Gemeindewehren zu- sammen ausrücken, werde allerdings seit einigen Jahren erfolgreich gegengesteuert. Viel Lob kam von allen Rednern für den feierlichen Gottesdienst, den die Pastorinnen von Medelby und Wallsbüll abhielten. Musikalisch umrahmt wurden Gottesdienst und Festakt von der Wallsbüller „Pah’s Brass Band“.